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Frühjahrestreffen Deggendorf 50 Jahre 6er Reihe

Bericht zum Frühjahrstreffen des BMW 6er Club e.V. vom 14.05.-18.05.2026

Längstes Treffen der Clubgeschichte zu 50 Jahre 6er Reihe 1976-2026

Wo soll man nur anfangen? Und wo aufhören? Der Doppelscheinwerfer hat Platz, aber wir können kein Buch daraus machen. Bei insgesamt 5 Tagen Treffen, inkl. Verlängerung und Einladung ins BMW Museum, inkl. Verlängerung und Einladung ins BMW Werk Dingolfing…wo soll man da anfangen…? Am besten fängt man ganz langsam an mit dem…Anfang. Die Planung seitens unseres Clubkollegen Hans Bär war nämlich schon spannend genug, denn der Odyssee gleich suchten wir ein Hotel, welches uns schlichtweg noch aufnehmen kann. Wir im 6er Club haben nämlich inzwischen eine Dimension bei den Treffen erreicht, welche die Hotelauswahl zu einer Herausforderung werden lässt. Die Zimmer sind ein Thema, die Parkplätze ein anderes. Wir benötigen logischer Weise so viele Parkplätze wie Zimmer, sichere Parkplätze wohlgemerkt. Das schaffen für uns inzwischen größere Hotels nicht mehr und bezahlbar soll es auch noch bleiben. So ein Hotel für uns fanden wir in Deggendorf, einer kleinen Stadt vor den Toren des bayrischen Waldes und nicht allzu weit entfernt von den geplanten Destinationen. Diesen Ort nahmen wir gleich am Donnerstag mittels Stadtführung und Imbiss im Wirtshaus „zur Knödelwerferin“ in Beschlag. Warum das Wirtshaus so heißt, hat uns der oberste Knödelwerfer erklärt und wir hatten Glück. Bei uns blieb er friedlich. Wieso auch nicht, bei dem überraschenden Umsatz. Waren doch gleich zu Beginn bereits über 70 Teilnehmer angereist. Habe ich schon erwähnt, dass unsere Treffen inzwischen neue Dimensionen angenommen haben? Das Hotelteam freute sich auch, denn außer uns war zu den Abendessen niemand mehr über die Tage hinweg im Restaurant. Weitere Gäste hätten schlichtweg keinen Platz mehr gehabt. Am Ende waren 57 Fahrzeuge und 113 Teilnehmer mit Tagesgästen gemeldet, auch wenn eine Handvoll leider absagen musste.

Es reichte dennoch, um mit zwei Großbussen über die niederbayrische Hauptstadt Landshut herzufallen, um mittels Stadtführung die Historie kennen zu lernen, darunter den prägnanten Turm der Stiftsbasilika St. Martin, mit dem höchsten Backsteinturm der Welt. Zwei Spezialisten, der eine ortskundig, der andere anscheinend jede dunkle Ecke findend, verabschiedeten sich jedoch auf niederbayrisch. Im Klartext: sie suchten ein spezielles Wirtshaus auf, um sich dort ein Spezial-Gebräu mit Weißwürsten reinzuziehen. Wer immer das war- wer nach dem opulenten Frühstück und vor dem ebenso opulenten Mittagessen, noch extra Kalorien braucht, hat wahrscheinlich eine niederbayrische Fettverbrennung. Oder speziellen Humor. Wahrscheinlich beides. Später, nach der Mittagspause im rustikal-gemütlichen Keller des Gasthof Betz in Oberglaim, wurde die nun mit Kalorien gesamt angereicherte Horde zum Automobilpark Auwärter chauffiert, dem Museum des „Neoplan“- Gründers. Nach Begrüßung des Erben und einem kurzen Vortrag, staunten alle über die sehenswerte Privatsammlung (bemerkenswert viele Fahrzeuge sind zugelassen und fahrbereit), vor allem staunten wir aber bzgl. der Sammlung der Oldtimerbusse; in einen Bus konnte man mittels Einsteigens mit Sitzprobe in Erinnerungen schwelgen. Staunen konnte man aber auch, wie schnell das bereit gestellte Kuchenbuffet weggeputzt wurde. Trotz aller anfänglicher Vorbehalte („oh Gott, schon wieder essen!“), aber die Gefahr in den Unterzucker zu fallen, war anscheinend dann doch zu groß. Und zum Glück der weiteren Lebenserhaltung, gab es um 19.00 Uhr auch wieder Abendessen.

Doch genau an diesem Abend, sollte noch ein weiteres Glück auf uns zukommen. Ein Lebensglück. Wir wurden kurzfristig informiert, dass unsere Freunde aus der Schweiz, nichts weniger als ihre goldene Hochzeit feierten. 50 Jahre Ehe im Rahmen der 50 Jahre 6er Reihe. Sie hätten auch an einem exotischen Strand oder in einer Metropole feiern können, aber sie entschieden sich für uns, den BMW 6er Club. Es war ein Jubelmoment zum Feiern und einige Damen des Clubs sangen spontan „Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe nicht“. Mehr kann man als Club nicht erwarten. Vielen Dank, dass Ihr diesen Moment mit uns geteilt habt!

Das Aufstellen und die Abfahrt der Fahrzeuge vor dem Hotel am Samstag, war wieder einmal spektakulär. Begleitet von den „besten Wünschen“ eines Busfahrers (siehe den Film auf YouTube) ging es durch den Gäuboden, der Kornkammer Bayerns, nach Frontenhausen, dem Drehort der Eberhofer Krimis und dem inzwischen heimlichen Hotspot der Fans der bayrischen Leberkässemmel. Nach der obligatorischen Fahrt über den „Eberhofer-Kreisel“, gab es dementsprechend Leberkäse im bemerkenswert stilsicher renovierten Gasthof zur Post. In einem kollektiven „Hurra“ tranken wir alle auf…alles – den Club, das Leben und auf die Kalorien. Schön war es dort. Weiter per Roadbook und im Korso der über fünfzig BMW 6er, ging es Richtung Straubing, aufs tiefste Land, zu einem echten Bauernhof. Auf dem Gelände des Schreyerhof fanden alle genug Platz, die Autos mediengerecht aufzustellen, denn das halbe Dorf war auf den Beinen, um uns zu sehen. Die Familie Schreyer hatte im Vorfeld für genügend Werbung gesorgt. Ebenso die Presse der Landkreise Straubing-Bogen, Dingolfing-Landau und Deggendorf. Ein Medienecho dieser Art, allein bzgl. der Vorankündigung, haben wir noch nie erhalten. Am Abend dieses Samstages begrüßten wir dann traditionsgemäß wieder neue Mitglieder, weiterhin Leute, die uns schon länger begleiten und jetzt in den Club eingetreten sind, sowie Personen, die aus dem Club ausgetreten sind, die Veränderungen bei uns sahen und wieder eingetreten sind. Was es alles gibt, was wir uns vor nicht allzu langer Zeit nicht hätten vorstellen können. Und es gab noch mehr, denn das Treffen ging weiter. Leider nicht für alle, da einige aus beruflichen Gründen nach Hause fahren mussten. Doch am Sonntag waren es immer noch über 70 Personen. Mehr, als früher so manches Haupttreffen an Teilnehmern hatte. Das mit den neuen Dimensionen hatte ich schon erwähnt, oder? Knapp 40 Kollegen (ja, und -innen!) folgten der Einladung der BMW Group Classic ins BMW Museum nach München mit den Sonderausstellungen „50 Jahre 6er Reihe“ und „Belle Macchine“. Einige von uns bekamen dann beim Mittagessen im Hotel Erb, der Basis des München Treffens 2025, glatt nostalgische Gefühle. Was Kalorien alles bewirken…!

Und wieder ging es weiter. Trotz leichter Erschöpfungserscheinungen, waren über 70 Leute am Montag unterwegs nach Dingolfing. Wir bekamen eine spezielle Begrüßung seitens der Abteilung Koordination Werksbotschafter und „ifactory-Experience“, mit humorvollem Vortrag und Führung durch Teile des Werkes. Was für ein doppeltes Glück, denn zum einen gibt es keine offiziellen Führungen in Dingolfing mehr, zum anderen konnten wir beim Rundgang ein paar Kalorien verbrennen. Wo soll man also bei so einem Treffen anfangen, wo soll man aufhören. Jeder der dabei war, trägt seine individuellen Erinnerungen mit nach Hause (plus 2-3 Kilo), jeder hatte seine persönliche Freude, seine einmaligen Erlebnisse. Wir hatten keine Ausfälle, nur Glücksfälle. Wir haben angefangen, daher sollten wir am besten gar nicht aufhören. Dafür sorgt schon mal Familie Renner im Herbst in Bad Kissingen.

Danke an folgende Personen für die Unterstützung:

BMW Group Classic, Benedikt Allar und Kollegen, für die Einladung ins BMW Museum.

BMW Werk Dingolfing,

Josef Wurm, Koordination Werksbotschafter, danke Sepp, für das „Du“.

Vanessa Diessinger

Alexander Zeilmeier

Markus Weber

Rina Ramaj

Steffen Lechner

Cem Yasinoglu, der uns bereits 2012 beim Passau-Treffen begrüßt hat. Es war eine Freude, Dich wieder zu sehen!

Andreas Haberl, kostenloses Team Video in Frontenhausen am Samstag

Andreas Braun, kostenloser Service Technikfahrzeug am Samstag

Lasst uns nicht aufhören – wir machen einfach weiter!

Gerhard Holmer, gh@bmw6er-club.com